Kaum wirds kälter draussen …

Heute sind 3 der 4 Module fertig geworden. Zumindest die Gleise sind befestigt. Verkabelung und Stromanschlüsse müssen noch gemacht werden. Morgen kommt noch ein Modul wie das mittlere dazu.


Kaum wirds kälter draussen …

Heute sind 3 der 4 Module fertig geworden. Zumindest die Gleise sind befestigt. Verkabelung und Stromanschlüsse müssen noch gemacht werden. Morgen kommt noch ein Modul wie das mittlere dazu.


Derzeit bin ich fleissig am Einkaufen für das nächste Projekt: Ein weiterer Schattenbahnhof.
Warum ? Wir haben dieses Jahr sehr viel Zeit damit verbracht, Eisenbahn im 1:1-Masstab zu fotografieren. Viel frische Luft, Viel Ruhe und Entspannung und einfach gemeinsam Zeit verbringen. Da ich mit den Triebwagen, nicht viel anfangen kann, haben wir uns hauptsächlich auf Güterzüge konzentriert. Und je mehr lange Güterzüge ich gesehen habe, desto grösser wurde der WUnsch, lange Güterzüge auf der Modellbahn fahren zu lassen. Daher kamen zu den bisherigen Zügen noch ein Langzug mit Eaos und ein Siemens-Exider mit 14 Containerwagen.
Und nun gehen mir die Abstellgleise aus. Also …. Wo könnte ich noch einen Abstellbahnhof realisieren ? Die einfachste Möglichkeit erschien mir der Platz unter dem Brauerei-Modul. Evtl schaff ich dort auch nochmal 10 Gleise-mal sehen.
Ja wie gesagt, Modellbahnmässig hat sich seit März nicht viel getan. Aber ich denke in der kühleren Jahreszeit werde ich wieder öfters im warmen Keller verbringen. Oder auch ein nächstes Modul zu meinem Vater bringen – damt ihm nicht langweilig wird 😉
Am vergangenen langen Wochenende und heute habe ich die Übergänge von beiden Streckenenden in den unsichtbaren Teil fertigbekommen. Endlich…

Man kann nun im Kreis fahren, ohne jedesmal im Kopfbahnhof halten und umsetzen zu müssen. Die Fahrt dauert ewig. Der sichtbare Teil macht dabei weniger als ein Drittel der gesamten Strecke.
Im neuen Hobbyraum habe ich einfach keinen Platz gefunden, um den Aufzug zu realisieren. Daher hab ich mich entschieden einen sequentiellen Schattenbahnhof zu bauen-mit Überholgleis.
Von jeder Seite der Strecke führen Gleise in die untere Ebene. Dort befindet sich dann zuerst eine Umkehrschleife. Bevor man wieder nach oben fährt, kann man jedoch entscheiden, auf welcher Seite der Anlage man wieder nach oben fährt

Das ganze ist ca 40cm tief und kann komplett mit Landschaft überbaut werden. Bei einem Regal-Schattenbahnhof wäre mir dieser Platz komplett verlorengegangen.
Da auf der Anlage sehr lange Züge fahren sollen, muss auch der Abstellbahnhof so lange sein. Da sehr viele Abstellgleise benötigt werden, wäre ein horizontaler, klassischer Abstellbahnhof viel zu gross.
Warum nicht in die Vertikale bauen ?
Da ich mich sowieso schon bei meiner selbstgebauten CNC-Fräse mit Linearantrieben (sprich Schrittmotor und Gewindestangen) beschäftigt habe, wollte ich hier auch einmal etwas Neues versuchen:
Da es zu schwer wäre, eine Vitrine dieser Grösse zu bewegen, teilte ich den Schattenbahnhof in einen Aufzug und ein Abstellregal.
Das Abstellregal soll 10 Ebenen a 3 Gleise, also 30 Abstellgleise mit je 3,5 Meter zur Verfügung stellen. Also insgesamt 120 Meter Gleis. Ich hab zwar einiges an Gleisen, aber 120 Meter ???. Mir kam die Idee, die Gleise selbst zu bauen-aus Aluminiumprofilen. Immer noch zu teuer. Also noch minimalistischer: Nicht Gleise oder Profile auf die Regalbretter legen, sondern Nuten in die Bretter zu fräsen (juhu ich hab ja eine CNC-Fräse 🙂 ) und elektrisch leitfähiges Material aufzutragen. Zuerst versuchte ich es mit Alufolie aufkleben. Eine Wahnsinnsarbeit. Durch Zufall habe ich Klebeband gefunden, das einseitig mit Kupfer beschichtet ist. Mit dem habe ich es versucht und bin dabei geblieben. Ob es langfristig funktioniert, wird sich zeigen.

Ach ja: Die Fräse kann maximal 100cm fräsen. Bei 3,50 ergibt das 3 Bretter pro Ebene, wovon jedes Brett von beiden Seiten gefräst werden muss. Zuerst 1 Meter, Dann Umdrehen und die restlichen 17cm. Geht aber ziemlich schnell.
Vielleicht hätte ich doch besser 3 Bretter a 1m genommen und eins mit 50cm…
Vielleicht verbinde ich die Gleisbretter untereinander noch mit Holzdübeln, um die Position zu festigen.
Für das Regal verwende ich als Ständer Dachlatten im Abstand von 50cm. Jedes Paar ist mit 3mm-Gewindestangen verbunden. Die Regalbretter werden nicht verschraubt, sondern in Nuten eingeschoben, die ich mit meiner Fräse in die Latten gefräst habe. Leider hatte ich keinen passenden Fräser, so dass jede Nut zweimal gefräst werden musste. Hätte mir jede Menge Arbeit erspart und wäre wesentlich genauer….


Der Aufzug besteht aus zwei Türmen, die 3,5m auseinander stehen. Jeder Turm hat seinen eigenen Motor, der einen Riemen bewegt. Der Riemen bewegt einen Schlitten auf einer Stange rauf und runter. An diesem Schlitten ist das Aufzugsbrett befestigt.
Da die beiden Antriebstürme exakt gleich laufen müssen, setzte ich am Anfang NEMA-17 Schrittmotoren ein, die genau gleich angesteuert werden konnten. Diese Motoren haben sich jedoch als zu laut herausgestellt und nun nehme ich einen Getriebemotor. Die beiden Antriebstürme sind nun mit zwei langen Gewindestangen verbunden um synchron zu laufen. Momentan ist alles noch im Aufbau und in der Versuchsphase. Aber es scheint ganz gut zu funktionieren. Vorallem ist es leiser…
Die Position des Aufzugs wird über eine Lichtschranke am Aufzugbrett ermittelt. Bei jeder Ebene gibt es zwei Kontakte.
Der erste Kontakt bremst die Geschwindigkeit des Aufzugs ab. Der zweite Kontakt bestimmt die genaue Position der Ebene.
Eigentlich ist es etwas komplizierter. Aber das wäre zu ausführlich.
Gesteuert wird das ganze über ein Programm, das auf einem RaspberryPi läuft. Dieser kommuniziert über RS485 mit allen betroffenen Komponenten (Arduinos, die die Arbeit abnehmen).
Einfahrt:
Ausfahrt:




